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Mobilfunk-Basisstationen:
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Hutter, H. Moshammer, M. Kundi |
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Institut für Umwelthygiene, Universität Wien |
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| Es werden immer wieder Besorgnisse geäußert, dass die Immissionen hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF-EMF) nachteilige Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. Ob die Feldstärke von Basisstationen, die in benachbarten Wohnungen in der Regel vergleichsweise gering ist, mit subjektiven Beschwerden und kognitiver Leistungsfähigkeit assoziiert ist, wurde daher in zwei Studien (im ländlichen und städtischen Bereich) untersucht.
An je fünf Standorten in Wien und Kärnten wurden insgesamt 365 Anrainer untersucht. Ihnen wurde mitgeteilt, dass es sich um eine Untersuchung der Auswirkung von Umweltfaktoren auf Gesundheit und Wohlbefinden handle. Der spezielle Bezug zu HFEMF war ihnen nicht bekannt und es wurden Antennenstandorte gewählt, die bisher nicht durch Anrainerproteste aufgefallen waren. Mittels einer computerisierten Vorgabe der Tests und Fragebögen konnte eine weitgehende Ausschaltung eines Versuchsleitereinflusses erzielt werden. Neben der Beschwerdeliste von Zerssen und der Pittsburgh Sleeping Scale wurden die Befürchtungen über Auswirkungen verschiedener Umweltfaktoren erfasst. Die Reaktionszeit bei einfachen Wahlaufgaben sowie die Gedächtnisleistung und die Wahrnehmungs-Reaktionsgeschwindigkeit wurden mittels standardisierter Computervorgabe ermittelt. |
Es wurden sowohl höher als auch niedriger belastete Wohnungen ausgewählt, welche etwa gleich weit vom jeweiligen Antennenstandort entfernt lagen. Dazu wurden von den Antennenbetreibern die exakten horizontalen Abstrahlrichtungen erfragt. Da die Nachbarn in der Regel diese nicht wissen, war ihnen selbst ihre Zuordnung zur höher respektive niedriger exponierten Gruppe nicht bekannt. Die Immissionen von HF-EMF lagen zwischen 0,0001 und 0,57 mW/m2 . Der Anteil der Personen mit starken Befürchtungen nachteiliger Auswirkungen der Basisstationen auf die Gesundheit betrug 5% in Kärnten und 10% in Wien. Damit rangierten Mobilfunk-Basisstationen diesbezüglich an zweiter Stelle nach Auswirkungen des KFZ-Verkehrs. Nach Ausschaltung des Einflusses konfundierender Variablen konnten signifikante Zusammenhänge der gemessenen Mobilfunk-Immissionen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie dem Kurzzeitgedächtnis ermittelt werden. Stärkere Angst vor HF-EMF war mit einer Beeinträchtigung der Schlafqualität assoziiert. Diese Pilotstudien legen den Grundstein für weitere gezielte Untersuchungen. | |
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Umweltmed Forsch Prax 7 (4) 213 - 216 (2002) |
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