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Gesund Wohnen – Ohne Elektrosmog
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Dr. med. univ. Gerd Oberfeld
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Land Salzburg, Landessanitätsdirektion – Umweltmedizin
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| Inhalt |
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| Elektrosmog und Gesundheit |
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Zellen, Gewebe und Organe in unserem Körper verständigen sich nicht nur über
chemische Botenstoffe, sondern auch über elektromagnetische Signale. Wir Menschen sind
damit auch elektromagnetische Wesen. Über Jahrmillionen hat sich das Leben auf der Erde und haben auch wir uns an die natürliche elektromagnetische Umwelt, wie etwa das
statische Erdmagnetfeld und die Schumannresonanz angepasst.
Beginnend mit der technischen Nutzung der elektrischen Energie und der drahtlosen
Informationsübertragung haben sich in den letzten 80 Jahren die deutlich stärkeren
technischen Felder in immer weiterem Maße verbreitet.
Viele Untersuchungen zeigen, dass nicht nur natürliche, sondern auch technische Felder und Wellen – der so genannte Elektrosmog - Wohlbefinden und Gesundheit der Menschen bestimmen und dies in einem Umfang, der von vielen erheblich unterschätzt wird.
Für den Bereich der niederfrequenten Felder erfolgt derzeit die weltweit anspruchsvollste Risikoabschätzung im Rahmen des kalifornischen EMF-Programms (EMF=elektromagnetische Felder). Diese werden dabei als mögliche Ursache für
nachfolgende Krankheiten angesehen: Leukämie, Hirntumore, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Fehlgeburten, Brustkrebs, Alzheimer Erkrankung, Selbstmord und plötzlicher Herztod.
Im Rahmen der internationalen Salzburger Konferenz zu Mobilfunksendeanlagen im Juni 2000 wurden dem Bereich Strahlung unter anderem nachfolgende Symptome und
Krankheiten zugeordnet:Schlafstörungen, Lernprobleme, Depressionen und Selbstmorde,
Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, räumliche Desorientierung, verringerte Immunreaktion, DNA-Schaden und Veränderung der DNA Reparatur-Kapazität, Gehirntumoren, Leukämie und andere Krebserkrankungen, Fortpflanzungsprobleme, Fehlgeburten,
Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte, Blutdruckänderungen.
Immer mehr Menschen reagieren auf Felder und Strahlung mit teils erheblichen Störungen des Wohlbefindens. Das in der österreichischen Öffentlichkeit und der Ärzteschaft kaum bekannte Krankheitsbild der Elektrosensibilität führt zu teils gravierenden Minderungen der Lebensqualität und Arbeitsleistung. In einer im Sommer 2002 in einer Salzburger
Landgemeinde von der Landessanitätsdirektion durchgeführten Studie gaben 19 % der
Erwachsenen an, Strom oder Strahlung von Stromkabeln, Lampen, Computermonitoren, Notebooks, Handys oder Handymasten zu spüren. Symptome sind z.B. Kopfschmerzen, benebeltes Denken, Unruhe und Konzentrationsprobleme. Ein prominentes Beispiel ist die Direktorin der WHO, Gro Harlem Brundtland, die daher in Ihrem Büro ein Handyverbot verfügt hat.
Durch Felder und Strahlung werden in Österreich mehr Menschen in Wohlbefinden und Gesundheit beeinträchtigt, als durch Verkehrsunfälle verletzt oder getötet werden. Diese Zahl zu verringern - und dies ist möglich - ist eines der Ziele dieser Informationsbroschüre. Sie soll als Anstoß für Überlegungen zur Reduktion und Vermeidung von Elektrosmog
dienen.
Für eine verlässliche Elektrosmogreduktion ist eine eingehende Befassung und das
Studium vertiefender Literatur notwendig.
Insbesondere Orte, die dem längeren Aufenthalt dienen, wie Schlaf- und Sitzbereiche,
sollten möglichst feldarm sein. In der Regel lässt sich dies nur durch Messungen feststellen.
Nähere Informationen zu Elektrosmog, Tipps für geeignete Messgeräte, Literatur und fach-kundige Hilfe zur Vorbeugung oder Sanierung finden Sie im Internet unter:
http://www.salzburg.gv.at/umweltmedizin
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| Was ist Elektrosmog? |
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Der Begriff Elektrosmog hat sich in den letzten Jahren im Sprachschatz unserer Gesell-schaft etabliert und ist mittlerweile auch im Duden zu finden. Elektrosmog kann als Um-weltverschmutzung durch technische Felder und Wellen angesehen werden. Dazu zählen elektrische Felder, magnetische Felder und elektromagnetische Wellen (Strahlung), die von elektrischen Leitungen, Geräten und Sendern ausgehen.
Eine weitere Möglichkeit der Einteilung erfolgt über die Anzahl der Schwingungen pro Zeit-einheit – auch als Frequenz bezeichnet - mit der Maßeinheit Hertz (Hz). Ein Hz entspricht einer Schwingung pro Sekunde.
Nach der Frequenz werden unterschieden:
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> 0 Hz bis 30.000 Hz
> 0 Hz bis 30 kHz
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- Hochfrequente Wellen/Strahlung
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30 000 Hz bis 300 000 000 000 Hz
30 kHz bis 30 GHz
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Beim elektrischen und magnetischen Feld werden statische Felder oder Gleichfelder (0 Hz) von zeitlich veränderlichen Feldern oder Wechselfeldern (>0 Hz) unterschieden.
In Österreich sind typische Anwendungen im niederfrequenten Bereich der Netzstrom mit 50 Hz und der Bahnstrom mit 16,7 Hz. Im hochfrequenten Bereich ist das Spektrum der Nutzungen deutlich breiter und in den funktechnisch interessanten Anwendungsbereichen mittlerweile immer dichter. Es ist, wie etwa im lizenzfreien ISM-Band (2400-2483,5 MHz), teilweise sogar mehrfach belegt.
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| Das elektrische
Wechselfeld |
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Eigenschaften
Elektrische Felder entstehen zwischen positiven und negativen Ladungen,
zwischen denen sich das Feld in Form von Kraftlinien aufbaut. Es
entsteht allein aufgrund einer elektrischen Spannung, also auch dann,
wenn kein Strom fließt. Die Einheit ist V/m (Volt pro Meter).
Quellen
- Kabel und Leitungen
- Gerätezuleitungen
- Verlängerungskabel
- Lampenkabel
- Elektroinstallationen
- Freileitungen
- Elektrogeräte ohne elektrische Schirmung, das sind solche mit
Flachsteckern oder "unechten Schukosteckern" (Konturenstecker
ohne Schutzleiter) die dem Körper
nahe kommen, wie etwa
- Heizdecken
- Schreibtischlampen
- elektrische Schreibmaschinen
- elektrische Rechenmaschinen
- Wände und Böden, die ausgehend von Elektroleitungen eine
Feldverschleppung bewirken
- Feldquellen mit Abstrahlungen bis in den kHz-Bereich
- Vorschaltgeräte von Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren
- elektronische Steuerungen
- Computermonitore auf CRT-Basis
- LCD-Flachbildschirme
- Dimmer
Reduktion
- Unnötige Quellen entfernen oder abschalten
- "Kabelsalat" unter Bett und Schreibtisch entfernen
- Abstand zur Quelle halten
- Bett von der Wand abrücken
- Verwendung von abgeschirmten
- Leitungen
- Verlängerungskabeln
- Steckdosen
- Tischverteilern
- Geräteanschlusskabeln
- Lampenkabeln
- Bei Glühbirnen Verwendung von geerdeten Metallfassungen
- Erden von Metallgehäusen und metallenen Kabelkanälen
- Bevorzugen Sie anstelle von Geräten mit zweipoligem Flachstecker
Geräte mit dreipoligem Schukostecker. Geräte mit zweipoligem Stecker
sollten über schaltbare Einfach- oder Mehrfachsteckdosenleisten
geschaltet werden.
- Einbau von Netzfreischaltern unter messtechnischer Kontrolle
- Vorsicht vor Kupfer- und sonstigen leitfähigen Matten im Bett, diese
können als Antennen für hochfrequente Strahlung wirken und
zusätzlich elektrische Felder anziehen.
Baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche (Stand 2000)*:
| |
keine Anomalie |
schwache Anomalie |
starke Aomalie |
extreme Anomalie |
| elektrische Feldstärke [V/m] |
<1 |
1-5 |
5-50 |
>50 |
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| Das elektrische
Gleichfeld (Elektrostatik) |
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Eigenschaften
Elektrische Felder entstehen zwischen positiven und negativen Ladungen,
zwischen denen sich das Feld in Form von Kraftlinien aufbaut. Die
Einheit ist V/m (Volt pro Meter). Hohe elektrische Gleichfelder
verringern in Innenräumen die für die Luftqualität wichtigen
Kleinionen. Auch kann sich der Mensch elektrostatisch aufladen und sich
beim Berühren von ableitenden Gegenständen oder Mitmenschen entladen -
bei entsprechender Intensität wird dies als elektrischer Schlag
gespürt.
Quellen
Synthetikteppiche, Synthetikvorhänge, Kunststofftapeten,
Kunststoffböden, lackierte Oberflächen, Kunststoffbeschichtungen,
ältere Computermonitore ohne Antistatikbeschichtung, Fernseher, Rollen
von Bürosesseln, Plüschtiere mit Fell aus Kunstfasern.
Reduktion
- Verwendung von
- natürlichen Textilien, wie Baumwolle oder Leinen - jedoch
Vorsicht bei Wolle und Seide, diese können sich auch
elektrostatisch aufladen
- TCO geprüften Computermonitoren oder Flachbildschirmen
- geerdeten Bildschirmfiltern
- Antistatikrollen bei Bürosesseln
- leitfähigen Schuhsohlen
- Luftfeuchtigkeit nicht unter 35 %
- Lüften nach dem Fernsehen
Baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche (Stand 2000)*:
| |
keine Anomalie |
schwache Anomalie |
starke Aomalie |
extreme Anomalie |
Oberflächen-
spannung [V] |
<100 |
100-500 |
500-2000 |
>2000 |
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| Das magnetische Wechselfeld |
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Eigenschaften
Magnetische Wechselfelder entstehen ringförmig um stromdurchflossene
Leiter. Das Magnetfeld setzt einen Stromfluss voraus und hängt von der
Stromstärke ab, jedoch nicht von der Spannung. Die Einheit der
magnetischen Feldstärke ist A/m (Ampere pro Meter). Davon abgeleitet
ist die magnetische Induktion mit der Maßeinheit Tesla (T). In der
Wirkungsforschung und Baubiologie verwendet man den milliardsten Teil
davon: Nano Tesla (nT). Magnetische Wechselfelder durchdringen beinahe
alle Materialien ungehindert. Trafos an der Zimmerdecke können darüber
liegende Räume belasten. Eine Feldablenkung ist z.B. mit teuren
hochleitfähigen Nickel-Eisenlegierungen (Mu-Metall) oder Trafoblechen
möglich. Um einen genauen Überblick über die von schwankenden
Verbrauchern ausgehende Belastung zu erhalten, sollte hier über einen
längeren Zeitraum, z.B. 24 Stunden, gemessen werden.
Quellen
- Energieversorgung
- Freileitungen
- Dachständerzuleitungen
- Erdkabel
- elektrifizierte Eisenbahntrassen
- unkompensierte Ausgleichsströme auf leitfähigen (metallischen)
- Wasserleitungsrohren
- Heizungsrohren
- Fernwärmeleitungen
- Gasleitungen
- Computernetzwerkkabel mit beidseitig geerdetem Schirm
- Schutzleitern (PE)
- Elektroinstallationen
- Seile von Halogenbeleuchtungen
- Zu- und Steigleitungen in Mehrfamilien- und Hochhäusern
- Elektrogeräte
- E-Herde, insbes. Induktionsherde
- Kopierer
- Computermonitore
- Trafos in
- Radioweckern
- CD-Playern
- Radios
- Halogenleuchten
- Ladetrafos
- elektrischen Schreibmaschinen
- elektrischen Rechenmaschinen
- Aktivboxen
- Elektromotoren
- motorbetriebene Zeiger- und Schaltuhren
- Haushalts- und Küchengeräte
- Elektrowerkzeuge
- Overheadprojektoren
- Aquariumpumpen
- körpernahe Kleinlautsprecher in Kopf- und Telefonhörern
Reduktion
- Unnötige Quellen entfernen oder abschalten
- Abstand zur Quelle halten (bei Kleinbgerätetrafos 1 - 2 m)
- Phase und Nullleiter räumlich nicht trennen
- Auf ausreichenden Querschnitt beim Neutralleiter achten
- Feldarme Kopfhörer und Telefonhörer verwenden
- Bei Computernetzwerkkabeln den Schirm nur einseitig auflegen
- Ausgleichsströme durch Einbau von nicht leitenden
Zwischenstücken aus Kunst-stoff unterbinden
- Telefonhörer auf Piezobasis verwenden
Baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche (Stand 2000)*:
| |
keine Anomalie |
schwache Anomalie |
starke Aomalie |
extreme Anomalie |
| Flussdichte- abweichung [µT] |
<1 |
1-2 |
2-10 |
>10 |
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| Die
elektromagnetischen Wellen (hochfrequente Strahlung) |
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Eigenschaften
Im Gegensatz zu den niederfrequenten Feldern ist hier das elektrische
und das magneti-sche Feld miteinander gekoppelt: Das elektrische Feld
bedingt das magnetische und um-gekehrt. Während die niederfrequenten
Felder leitungsgebunden sind bzw. um die Leiter herum entstehen,
pflanzen sich die hochfrequenten Wellen drahtlos im Raum fort. Aus
die-sem Grund werden sie für die Übertragung von Nachrichten als
Funkwellen benutzt. Sie können über Antennen abgestrahlt und an einem
anderen Ort über Antennen wieder emp-fangen werden. Neben der Frequenz
unterscheiden sich die Funkwellen auch hinsichtlich Ihrer Modulation und
weiterer Parameter. Für gewisse biologische Wirkungen ist es wichtig,
ob das Signal periodische niederfrequente Pulse beinhaltet, im folgenden
mit einem "(P)" gekennzeichet.
Quellen
- Stationäre und mobile Sendeanlagen
- Rundfunksendeanlagen
- Fernsehsendeanlagen
- Mobilfunkbasisstationen/Handymasten: GSM (P),
UMTS (P)
- Mobiltelefone/Handys (P)
- Basisstationen und Mobilteile von Schnurlostelefonen (CT1+, DECT/GAP
(P))
- Bündelfunk zB TETRA (P)
- Bluetooth (P)
- Funknetzwerke: WLAN (P)
- Radaranlagen (P)
- Richtfunk
- Funkbabyphone und Funkbabykameras
- Funktastaturen
- Geräte
- CRT-Computermonitore und Flachbildschirme (P)
- Mikrowellenherde (P)
- hochgetaktete Computer (P)
- Dimmer (P)
- elektronische Vorschaltgeräte bei Energiesparlampen und
Leuchtstoffröhren (P)
Reduktion
- Unnötige Quellen entfernen
- Halten Sie bei der Nutzung von Mikrowellenherden mindestens 2 m
Abstand, Achten Sie auf ev. Leckstrahlung
- Überlegen Sie, ob Sie ein Funkbabyphon unbedingt benötigen
- halten Sie dabei wenigstens 2 m Abstand zum Baby
- wählen Sie ein Gerät, das nur bei einem Geräusch des Babys
sendet und nicht ständig strahlt
- Die Nutzung von Mobiltelefonen, Schnurlostelefonen und WLAN wird
nicht empfohlen
- Bei DECT/GAP-Telefonen sendet die Basisstation ständig ein mit
100 Hz ge-pulstes Mikrowellensignal (1890-1900 MHz) aus
- Bei Schurlostelefonen mit dem Standard CT1+ sendet die
Basisstation nur beim Gespräch - da der Mobilteil auch sendet
sollten CT1+ Telefone wenn überhaupt nur für sehr kurze Gespräche
verwendet werden
- Bei Funknetzwerken sendet die Basisstation (Accesspoint) ebenfalls
ständig ein mit 15 Hz gepulstes Signal aus
- Stellen Sie hochgetaktete Computer 1-2 m von sich weg
Drahtlose Tastaturen auf Funkbasis werden nicht empfohlen
Auf externe Sender hat man derzeit wenig Einflussmöglichkeit, da
dies die Gesetzeslage nicht vorsieht. Fragen Sie die Funküberwachung
und Ihre Gemeinde, wo die nächsten Sendeanlagen stehen und wer sie
betreibt. Versuchen Sie Näheres über die dabei auftretenden
Leistungsflussdichten zu erfahren.
Die Strahlenbelastung kann, wenn die Sendedaten bekannt sind,
berechnet werden oder überblicksartig mit orientierenden Messgeräten
und genau mittels Spektrumanalysatoren festgestellt werden.
Massive Baumasse, metallische Gitter (z.B. bei Mobilfunkfrequenzen
ca. 1-2 mm Maschenweite) sowie Wärmeschutzgläser reduzieren die
hochfrequente Strahlung in Innenräumen. Die höchsten Strahlenwerte
finden sich meist auf der dem Sender zugewandten Seite. Doch Achtung -
über Reflexionen können auch abgewandte Räume relevante
Strahlungsdichten aufweisen. Die geringsten Werte zeigen Kellerräume.
Wenden Sie sich bei vermuteten Störungen des Wohlbefindens und der
Gesundheit ausgehend von Elektrosmog an Ihren Arzt und das
Gesundheitsamt. Persönliche Schutzmaßnahmen sind Notmaßnahmen, bis
gesetzliche Regelungen, die einen tatsächlichen Schutz bieten, greifen.
Ausgehend vom Lernvermögen der Menschheit bei anderen
Umweltverschmutzungen ist zu hoffen, dass die negativen Folgen von
Feldern und Strahlung schneller als bisher von einer breiten
Öffentlichkeit erkannt und reduziert werden. Es liegt an jedem
einzelnen, durch sein Verhalten seine persönliche Belastung und die
Belastung seiner Mitmenschen zu reduzieren.
Baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche (Stand 2000)*:
| |
keine Anomalie |
schwache Anomalie |
starke Aomalie |
extreme Anomalie |
| Leistungsfluss- dichte [µW/m²] |
gepulst
<0,1 |
gepulst
0,1 - 5 |
gepulst
5-100 |
gepulst
>100 |
| Leistungsfluss- dichte [µW/m²] |
ungepulst
<10 |
ungepulst
10-500 |
ungepulst
500-1000 |
ungepulst
>10000 |
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| Grenzwerte |
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In Österreich gibt es bis jetzt (Oktober
2002) keine gesetzlichen Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit vor Strom
oder Strahlung. Die von der WHO vorgeschlagenen Grenzwerte sollen ebenso
wie die einschlägigen ÖNORMEN S 1119 und S 1120 vor Stromschlägen
durch direkte Berührung und vor zu starker Erwärmung des Körpers
schützen und gelten nicht für Langzeitwirkungen.
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| *)
Baubiologische Richtwerte |
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Die empirisch unter Alltagsbedingungen
ermittelten baubiologischen Richtwerte für Schlafbereiche zeigen eine
gute Übereinstimmung mit den Ergebnissen von epidemiologischen
Untersuchungen mit perfekter Expositionserhebung und methodisch
korrekter Auswertung. Aus präventivmedizinischen Überlegungen werden
daher diese Werte zur Beurteilung und Anwendung dem Vorsorgeprinzip
folgend, empfohlen.
Die baubiologischen Richtwerte sind Vorsorgewerte. Sie beziehen sich
auf den Schlafbereich, das damit verbundene Langzeitrisiko und die
empfindliche Regenerationszeit des Menschen. Sie sind die Folge
tausendfacher, jahrelanger Erfahrung und orientieren sich am
Erreichbaren.
| Keine Anomalie |
entspricht natürlichen Umweltmaßstäben oder dem
häufig anzutreffenden und nahezu unausweichlichen Mindestmaß
zivilisatorischer Einflüsse. |
| Schwache Anomalie |
heißt: Im Sinne der Vorsorge und mit Rücksicht auf
empfindliche oder kranke Menschen sollten langfristig Sanierungen
durchgeführt werden, wann immer es geht. |
| Starke Anomalie |
ist aus baubiologischer Sicht nicht mehr zu
akzeptieren. Es besteht Handlungsbedarf. Sanierungen sollten
zügig durchgeführt werden. |
| Extreme Anomalie |
bedarf rascher und konsequenter Sanierung. |
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| Hinweis |
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Bei allen Maßnahmen zur Feldreduktion
müssen die elektrotechnischen Sicherheitsvor-schriften beachtet werden.
Die Beiziehung eines versierten Baubiologen und Elektrikers wird
empfohlen
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| Serviceteil |
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Auskünfte zu Elektrosmog
Amt der Salzburger Landesregierung
Landessanitätsdirektion - Umweltmedizin
Dr. med. univ. Gerd Oberfeld
PF 527, 5010 Salzburg
Tel 0662/8042-2969
gerd.oberfeld@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at/celltower/
Feldmessungen und baubiologisch geschulter Elektriker im Bundesland
Salzburg
Reiter-electronic
Herbert Reiter
Markt 203
5441 Abtenau
Tel. 06243/4331
reiter.electronic@aon.at
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